Er verachtete mein Reden,
Und mit frecher Hand beschimpfte
Jenen er, der von Biondetten
Eine Pause wollt erzwingen.

Aber nicht um eigne Ehre
Hat der Kampf sich so erhitzet;
Herr, es galt um deine Lehre,
Die er traf mit giftgem Witze!"

Also schloß der falsche Gegner. —
Apo spricht: "Nun ins Gesichte
Wiederhole mir die Reden,
Knabe, die du sprachst zum Schimpfe!"

Doch Meliore hat vergessen,
Daß er stehet im Gerichte;
Er gedenket an Biondetten,
Wie sie sang die Totenhymne.

Was sie fromm für ihn gebetet,
Als er flehend zu ihr blickte,
Fühlt er schon als Himmelssegen
Sich durch alle Adern rinnen.

Wie in geisterfüllte Segel
Blickt er ins Gewölb der Linde,
Freudig stößt er ab die Erde,
Hin nach schönrer Heimat dringend.

Aber wie am Sterbebette
Rechnend gern der Teufel sitzet,
Zerrt ihn nun Apones Rede
Vom Unendlichen zur Ziffer.

"Meister, was Ihr habt begehret,
Laßt mich gütig nochmals wissen,
Sagt mir's schnelle, denn die Schwelle
Meines irdschen Hauses zittert."

Apo spricht: "Was meiner Ehre,
Meiner Lehre du zum Schimpfe
Sprachst, des Streites freche Quelle,
Sollst du in den Bart mir spritzen!"

Und Meliore spricht: "Vollendet
Hatte Guido grad, der Bildner,
Ein Gemälde voller Schrecken
Und zur Schau es ausgestellet.