Die sich wälzend mächtig schwellen
Und verderbend niederdringen,
Mit des kalten Eises Decke
Städt und Dörfer überrinnend.

Übt ihr also meine Lehre,
Die euch auf die stolze Spitze
Höhrer Anschauung gestellet
Der Natur und der Geschichte?

O, ihr kramt noch im Elenden,
Streitend um gemachte Lichter,
Ihr, die ich so frei gelehret
Mit den Sternen umzuspringen!

Wollt ihr hier die Gieremei
Und die Lambertazzi spielen,
Die blind gen einander fechtend
Töricht hier ihr Blut vergießen?

Welcher Jammer könnt entstehen,
Wenn, in euern Lärm sich mischend,
Die argwöhnenden Geschlechter
Sich erblickten und erhitzten?

Und schon seh ich allerwegen
Müßig Volk heran sich ziehen.
Stecket ruhig ein die Degen,
Tretet um mich bei der Linde.

Wer war unter euch zugegen
Und nicht in den Streit verwickelt?
Er soll treulich das Entstehen
Dieses Kampfes mir berichten."

Aufgefordert naht der Redner,
Beißt rhetorisch sich die Lippe:
"Meister, deine Weisheit ehrend,
Preis ich selig mein Geschicke,

Daß mir ward ein großer Lehrer,
Der mich lehrte Frieden stiften.
Früher schon war mein Bestreben,
Diesen Zwiespalt zu vermitteln.

Doch mir war der Wind entgegen,
Der hier weht durch diese Linde,
Und die reizende Sirene,
Die in diesen Meeren singet.