Und aus dieses Kampfes Schwunge
Ward der Raum zur luftgen Woge,
So daß, wenn der eine zucket,
Wird der andre angestoßen.
Und dem Kampfe ist entsprungen,
Was hienieden irdisch wohnet,
Was da droben himmlisch rundet,
Was im Ganzen göttlich thronet.
Der gespalten, was verbunden,
Ist der Geist zum Fleisch geworden,
Aber Fleisch war eine Zunge,
Und die Zunge ward zum Worte.
Und der Mensch, der irdisch fußet,
Suchet seinen Gott im Hohen,
Der doch ist im Mittelpunkte
Und ihn reißet zu dem Boden.
Doch ich habe ihn gefunden:
Er der all den Streit erhoben,
Der gestört die tote Ruhe,
Ihm ist diese Welt entsprossen.
Er trägt mich mit festem Grunde,
Er hat mich aus Staub geboren,
Und die Sterne, die nicht ruhen,
Ziehn mich neidisch auf im Zorne.
Adam aus dem Erdengrunde
Ward als Geisel ausgeboren,
Und das Licht ab einen Funken
Als ein Unterpfand von oben.
Erde, feste Burg gerundet,
Schwebest in des Lichtes Wogen
Sicher, wie kein Schiff in Fluten,
Wie kein Kind im Mutterschoße.
Denn es sitzt am Steuerruder
Selbst des Lichts unehl'che Tochter,
Die Philosophia schlummert
Nie, und hält das Richt'ge oben.
Und Astronomia suchet
Rastlos an dem Himmelsbogen
Und dem Kompaß; alle Stunden
Geht die Welt nach ihren Polen.