"Simson," spricht er, "deine Wunder
Hab ich kürzer mir geordnet;
Mir auch muß vom Schwanz des Fuchses
Der Philister Korn auflodern!

Ja, Geselle, werde munter!"
Spricht zum Hahne dann Apone,
"Beug den Schnabel zu dem Futter,
Wartest du, daß ich dich stopfe?

Der du in den Blitzen fußest,
Der du krähest in dem Donner,
Der du in der Sonne funkelst
Und die Flügel schlägst im Monde,

Wettermacher, armer Schlucker,
Du bestehst auf deinem Kopfe?
Wart, ich will dich lehren schlucken,
Daß dich Feuer reißt im Kropfe!"

Und er schlägt den Hahn mit Ruten,
Bis der Kamm ihm schwillt im Zorne,
Hetzet ihn mit seinem Hunde,
Und nun neigt er mit dem Kopfe,

Schluckt das Feuerkorn mit Hunger,
Das ihn brennt wie glühe Kohlen,
Seine Flügel schon erfunkeln
Und die roten Augen rollen.

Seine Sichel sprühet Funken,
Sein Metallgefieder lodert,
Plötzlich beide Flügel zucken
Breit hinaus mit heftgem Tone.

Und er greift ganz ungeduldig
Nach dem schwarzen Feuerhorne,
Setzt es an am dunklen Munde,
Lenkt hinaus es zu dem Loche.

Setzt den Hahn bereit zum Fluge
In das weite Maul des Hornes,
Der wie eine Feuerzunge
Durch die Luft stürzt aus dem Horne.

Apo läßt die Feuerrufe
Durch die klare Nacht hindonnern,
Und auf des Theaters Kuppel
Fliegt der Hahn, die hell auflodert.