Eva, Eva! schlaue Mutter,
Hast den Apfel du gekostet,
Hat die Schlange dich versuchet,
Hast du uns den Tod geboren,
Hast das Böse und das Gute
Du erkennet, soll verloren
Mir nicht sein die teure Kunde,
Um die du das Heil verloren!
Bin der Erde ich verbunden,
Bin ich an den Tod verloren
Um ein Schnitzchen sauren Obstes,
Dreht um mich sich doch die Sonne!
Und ich will nicht eher ruhn
In dem dunkeln Erdenschoße,
Bis ich aller Sinnen Brunnen
Überfüllend ausgesogen!" —
Also sprach Apone murmelnd
Und bedeckt mit heißem Odem
Seines Wunderspiegels Runde,
Daß er trüb war und umfloret.
Und der rote Mond steigt blutend
Über Wolken auf im Osten;
Da er in den Spiegel funkelt,
Heult der schwarze Hund Apones.
Und der Meister wischt mit Fluchen
Von dem Spiegel seinen Odem:
"Will des Theater Kuppel
Noch nicht auf in Flammen lodern?"
Er nimmt einen Schwefelkuchen
Und ein Glas voll goldnem Korne,
Und den Schwanz von einem Fuchse
Aus dem Kasten an dem Boden.
Und den Wetterhahn, der funkelnd
Stehet auf des Turmes Knopfe,
Nimmt er, greifend durch die Luke,
Setzt ihn zu dem goldnen Korne.
Peitschet dann den Schwefelkuchen
Mit dem Fuchsschwanz aller Orten,
Und es springen helle Funken
In das Glas zum goldnen Korne.