Und der Flammen durstge Zungen
Konnten nicht die Luft austrocknen,
Die, als ich sie trug, im Blute
Mir ein süßer Quell ergossen.
Welche Hölle kann verdunkeln
Dieses Himmels Wollustsonne?
Ja, die Sünde hat Minuten,
Wert des Lichtes ewge Kronen!" —
"Schweige, du berauschter Bube!"
Spricht Apone nun im Zorne —
"Soll mich in der Zauberbude
Trösten dein verdorbner Odem?
Ich glaub, von dem schweren Buche
Wardst du toll in deinem Kopfe;
Bringst du mir vielleicht vom Juden
Dieses Buch zum schlechten Troste?" —
"Meister, Meister, wollt nicht fluchen,
Denn von aller Liebeswonne
Und von aller Schönheit Wunder
Wird dies Buch nicht aufgewogen!
Bringe mir Biondetten ruhend
In dem Schoße süßer Moose,
Singend, von Gewürzen duftend,
Wie das Lied des Salomone —
Nicht kauf ich sie mit dem Buche!
Vor ihm seien die Kleinode,
Die in Licht und Dunkel ruhen,
Eine taube Nuß gescholten!
Ein Geschenk mit diesem Buche
Mach ich dir, wenn du gelobest,
Mir zu stellen diese Stunde,
Ja jetzt gleich, die Horoskope.
Mir gab's meine selge Mutter,
Die drum einen Mönch ermordet.
Der es in dem Sarg gefunden
Eines zauberischen Mohren,
Der von einem alten Juden
Es getauscht um heilge Brote
Wahren Leibs und wahren Blutes,
Die er vom Altar gestohlen.