Dann magst du und ich in Ruhe
Ewig hausen vor den Rosen
Und dem Kinde jenes Brunnens
Und vor jenem neuen Kloster!

Aber willst du meine Mutter
Kennen, lies die ersten Bogen
Des dir hochgepriesnen Buches
Von dem Weib des Erdensohnes!"

Also sprach der Geist. Zum Buche
Sitzt begierig nun Apone,
Ihm zu Füßen liegt der Pudel
Augenfunkelnd an dem Boden.

Doch die Lettern dieses Buches
Sind ihm unbekannte Formen,
Und erzürnt der Meister fluchet,
Moles mit den Füßen stoßend.

"Was soll mir der welsche Plunder?
Wahrlich, diese Schrift ist toller,
Als im Schnee die krausen Spuren
Hungrig scharrnder Hühnerpfoten!"

Zu ihm schwänzelnd spricht der Pudel:
"Meister, diesen Fall ich lobe.
Lang ging ich zu deiner Schule,
Nun kannst du zu meiner kommen.

Ich will dir zur rechten Stunde
Bald ein paar Tinkturen kochen,
Und hast du davon getrunken,
Liest du alle Hühnerpfoten!

Und dann geb ich dir in kurzem
Auch die rechte Lesmethode,
Wie von oben du nach unten,
Und von unten liest nach oben.

Denn das ist des Buches Wunder,
Trotz dem Werk der Philosophen:
Du magst lesen drüber, drunter,
Immer gleich bleibt dir geholfen.

Weil auf Schlüssen es beruhet,
Die von hinten aus nach vornen
Was nach oben, was nach unten
Ward verknüpfet, schnell entknoten.