Und vor allem sei ein Kluger,
Wählst du in den Religionen
Unter Heiden, Christen, Juden,
Daß du triffst die rechte Pforte!
Oder willst du im Abgrunde
Mit dem hohen Geiste wohnen?
Willst du leuchten in dem Dunkel
Vor den andern Philosophen?
Jauchze dann in ewger Jugend,
Plätschre in des Lebens Wogen,
Daß dich heben Wollustfluten
Übers Tor des ewgen Todes!
Denn das ist das hohe Wunder
Und der Teufelsquell des Trostes,
Daß wir nimmer gehen unter,
Weil wir streben nur nach oben!
Wir allein sind fest gefußet,
Sind es durch Erkenntnis worden
Von dem Bösen und dem Guten;
Stürzen können die von oben,
Steigen können die von unten!" —
Also sprach der schlaue Moles,
Und begann von seiner Mutter
Die Geschichte dann, wie folget.
** Romanze X: Schöpfungsgeschichte des Moles
"Als das Licht sich hat entzweiet,
Stieg was leicht und sank was schwer,
Und das Eine war gezweiet
Zwischen Gott und Luzifer.
Luzifer, dem stolzen Geiste,
Diente nun der feste Kern,
Und was unterridisch kreiste,
Nannte ihn den mächtgen Herrn,
Der von unten aufwärts greifet
Und mit Wonne und mit Schmerz
Was unsicher oben schweifet
Niederreißt ans erzne Herz.