Diese Institutionen haben für mich von jeher einen intensiven Schrecken gehabt. Dabei wußte ich doch wenig genug davon. Doch es mußte ein schrecklicher Unterschied bestehen zwischen dem Leben einer solch unglücklichen Eingeschlossenen und dem erfreulichen Dasein, das ich bei meinem Vater führte. Im Übrigen zweifelte ich nicht daran, daß er überzeugt war, ich hätte alles gesehen. Und schließlich — hatte ich denn je ein Geheimnis vor ihm gehabt?
Ich erzählte ihm also von Anfang an alles, und er schien darüber gar nicht böse zu werden. Wirklich, er geriet nicht im Geringsten in Zorn, so genau ich ihm auch die Bilder, die ich gesehen hatte, ausmalte. Vielmehr ermutigte er mich durch seine Zärtlichkeiten, und ich verlor schließlich alle Scheu und sprach ganz offen über jene Dinge, die meine Phantasie so sehr beschäftigten.
„Meine teure Laurette“, sagte er schließlich, „Du hast mir noch nicht alles gesagt.“ Seine Hand ruhte auf meinen Lenden, und seine Lippen berührten die meinen. „Komm, sag mir alles, versuch nicht, mir etwas zu verbergen.“
Ich gestand ihm, daß ich durch eine gewisse Reibung an meinem Körper versucht hatte, dasselbe zu tun, was ich ihn mit Lucette hatte tun sehen, und daß ich dabei eine Art von Vergnügen empfunden habe, das mir bisher ganz fremd gewesen sei. Auch verschwieg ich ihm nicht, daß ich davon ganz feucht geworden war und daß ich dieses aufregende Spiel seither etliche Male wiederholt hatte.
„Aber, mein teures Kind, als Du gesehen hast, wie ich in Lucette eindrang, bist Du da nicht auf die Idee gekommen, Deinen Finger auf eine ähnliche Weise zu verwenden?“
„Nein, liebster Vater, dieser Gedanke ist mir wirklich nicht gekommen“, versicherte ich ihm. „Nimm Dich in Acht, Laura, täusche mich nicht, denn Du kannst dies nicht vor mir verbergen. Es ist dies eine sehr ernste Angelegenheit.“
Ich versicherte ihm wahrheitsgemäß und mit allem Nachdruck, daß ich nichts dergleichen getan hätte. Er schien beruhigt und umarmte mich auf das herzlichste. Wir gingen in sein Zimmer, und er legte mich auf sein Bett, zog mich aus und betrachtete mich mit großer Aufmerksamkeit. Seine Hände öffneten die zwei fleischigen Lippen zwischen meinen Schenkeln, und er versuchte mit seinem kleinen Finger dazwischen einzudringen. Ein heftiger Schmerz erfaßte mich, und ich brach in Tränen aus. Er hielt augenblicklich inne.
„Sie ist ganz entzündet, meine teure Kleine. Ich sehe wohl, daß Du mich nicht getäuscht hast. Diese Rötung kommt ohne Zweifel von der Reibung, mit der Du Dich vergnügt hast, während Du mich bei Lucette gesehen hast.“
Ich gestand ihm, daß es mir nicht gelungen sei, dieses Vergnügen zu vervollständigen. Meine Wahrhaftigkeit wird durch einen Kuß an einer höchst merkwürdigen Stelle belohnt. Seine Zunge beginnt mich zu liebkosen und verursacht mir eine köstliche Sensation. Solche Zärtlichkeiten sind für mich neu, und um ihn dafür zu belohnen, tasten meine Hände nach diesem wundervollen Instrument, das ich vorhin gesehen hatte und das sich nun unter seinem Morgenrock bemerkbar macht. Ich nehme es unwillkürlich in die Hand und öffne mit der anderen seinen Hausmantel, so daß ich es sehen kann. Er läßt mich gewähren, und ich habe nun das Vergnügen, dieses kostbare Instrument aus der Nähe zu besichtigen. Oh, wie liebenswürdig und einzigartig erscheint es mir! Ich dachte in diesem Augenblick, daß dies die wahre Triebfeder allen Vergnügens sei. Oh, diese Haut, die sich mit meinen Bewegungen hob und senkte und den Kopf dieses köstlichen Gliedes einmal auftauchen und dann wieder verschwinden ließ!
Doch wie groß war mein Erstaunen, als ich mich nach etlichen Augenblicken, in denen ich dieses heiß pulsierende Instrument in meinen Händen liebkost hatte, von demselben brennenden Tau besprengt fühlte, der die blendenden Schenkel meiner schönen Gouvernante besprüht hatte!