Ich schmolz in leidenschaftlichen Seufzern hin, und er verdoppelte die Zärtlichkeiten, die er mir entgegenbrachte. Das Vergnügen zeitigte in mir die lebhaftesten Empfindungen. Schließlich bereitete er mir eine unerhört köstliche Sensation: Seine Zunge vollführte die Übungen, die sein Finger schon so virtuos durchgeführt hatte. Ich fühlte mich erschöpft.

„Ah . . . mon cher papa. Ich fühle mich sterben . . .“

Halb ohnmächtig lag ich in seinen Armen.

Von diesem Tage an wurde alles für mich zu einer Quelle der Erkenntnis. War ich vorher unwissend gewesen, so wuchs mein Wissen nun mit jedem Tag. Es schien, als sei das Instrument, das ich berührt hatte, der wunderbare Schlüssel zu allen Weisheiten der Welt. Mein teurer Vater erschien mir noch einmal so liebenswert, und meine Zärtlichkeit für ihn kannte keine Grenzen. Sein ganzer Körper fand sich bald meinen liebkosenden Händen ausgeliefert. Meine Küsse und Zärtlichkeiten duldeten keine Unterbrechung, und das Feuer, das sie in ihm entfachten, verdoppelte meine Leidenschaft für ihn.

Doch zurück zu jenem denkwürdigen Tag! Er führte mich in mein Zimmer, wohin meine Gouvernante wenige Augenblicke später nachfolgte. Ich wunderte mich, daß er ihr unser Einverständnis sogleich eröffnete.

„Lucette“, sagte er, „es ist unnötig, daß wir uns wegen Laura genieren. Sie weiß alles über uns.“

Er wiederholte ihr, was ich ihm gesagt hatte, und zeigte ihr, was ich mit dem Vorhang gemacht hatte. Sie schien betroffen. Aber ich setzte mich auf ihren Schoß, und meine Zärtlichkeiten beruhigten sie rasch und fegten den kleinen Ärger hinweg, den sie darüber empfand, daß sie so entdeckt worden war. Mein Vater umarmte uns beide und verließ uns. Etwa eine Stunde später kam er wieder, mit einer Frau, die mich völlig entkleiden ließ und von mir gewisse Maße für einen Gegenstand nahm, den ich mir nicht vorstellen konnte.

Als es Zeit zum Schlafen war, legte ich mich wie gewöhnlich neben Lucette zur Ruhe. Aber eine gewisse Unruhe hinderte meinen Vater, seinerseits sein Schlafzimmer aufzusuchen, und schließlich legte er sich zu uns ins Bett. Ich befand mich also zwischen den beiden. Er hielt mich in seinen Armen, legte seine Hand zwischen meine Schenkel und duldete es nicht, daß ich auch meine dorthin führte. Da ergriff ich sein Instrument und war sehr erstaunt, es in einem ganz anderen Zustand zu finden, als ich es zuvor gesehen hatte. Ich wußte natürlich noch nichts von den merkwürdigen Veränderungen, welchen dieses wundervolle Werkzeug unterworfen ist, sondern ich dachte, es bliebe immer gleich groß, stark und schwellend. Es dauerte auch nicht lange, so nahm es unter der Berührung meiner Hand wieder jene Festigkeit und jenen Umfang an, den ich so gut kannte. Lucette, die uns beobachtete, wunderte sich über sein Benehmen und konnte schließlich gewisse Vorhaltungen nicht mehr zurückhalten.

„Wirklich, Monsieur, die Art, wie Sie mit Laurette umgehen, setzt mich in Erstaunen. Sie behandeln das Kind, wie Sie es mit mir zu tun pflegen. Bedenken Sie doch, es ist Ihre eigene Tochter!“

Doch mein Vater ließ sich dadurch nicht aus der Fassung bringen.