Damals, ja, herrschte die Glückseligkeit
Des goldnen Alters, o, welch schöne Zeit!
In ihrem Vorwort zum „Neuen Himmel“ bekennt Antoinette Bourignon sich auch zu diesem System, welches solcher Art zu sein scheint, daß es vom schönen Geschlecht bedauert wird. Sie mißt dem Sündenfalle diese Trennung in zwei Teile zu und sagt, sie habe in dem Menschen das Werk Gottes verunstaltet und statt Menschen, die sie sein sollten, seien sie Ungeheuer von Natur aus geworden, in zwei unvollkommene Geschlechter geteilt, unfähig, ihresgleichen allein hervorzubringen, wie sich die Pflanzen hervorbrächten, die darin sehr viel begünstigter und vollkommener wären, als das Menschengeschlecht, das dazu verdammt sei, sich nur durch die sehr kurze Vereinigung zweier Wesen fortzupflanzen, die, wenn sie dann einige Wonnen empfanden, dies hohe Werk der Vervielfältigung nur mit großen Schmerzen vollenden können.
Wie es sich auch mit diesen Gedanken verhalten mag, wir haben noch in unseren Tagen ähnliche Erscheinungen gesehen, die den Glauben unterstützen, daß Mose’s Überlieferung kein Hirngespinst gewesen ist. Eine der erstaunlichsten ist die eines Mönches zu Issoire in der Auvergne, wo der Kardinal von Fleury im Jahre 1739 den Siegelbewahrer Chanvelin des Landes verweisen ließ. Dieser Mönch besaß beide Geschlechter; man liest im Kloster folgende diesbezüglichen Verse:
Ein junges Mönchlein ohne Lug
— Ich selber habe ihn gesehen —
Des Manns und Weibs Geschlechtsteil trug,
Sah Kinder auch von ihm entstehen.
Und einzig nur durch sich allein
Zeugte, gebar er wie die Weiber,