Das Haupt mit dem gepflegten Bart, er trug's
Siegreich und war von schlankem Edelwuchs.
Er ritt und focht und tanzte meisterhaft,
War aller Fraun und Mädchen Leidenschaft.
Er freite flink. Das junge Weib gefiel
Dem Herzog und der Teufel trat ins Spiel.
Der Herzog sank vor Vetter Hans aufs Knie:
"Dein Weib! Nicht leben kann ich ohne sie!"
Das fand der Vetter Hans ein komisch Wort
Und er bespottet's weidlich hier und dort:
"Der Herzog wendet an den Rechten sich!
Den Mann ums Weib zu bitten! Lächerlich."
Das Lachen ward dem Herzog hinterbracht
Und Vetter Hans hat sich zu Tod gelacht.
XI Der Ritter ohne Furcht und Tadel
Als in Pavia ich studierte, ward
Mir dort gezeigt der tapfre Held Bayard.
Der "Ritter ohne Furcht", der nie geflohn,
Befehligte die welsche Garnison.
Nach längst verschollnen Moden trug er sich,
Er und sein Knappe schritten feierlich.