XXXVI Deutsche Libertät
Ein lustig Trommeln zieht den Strand entlang
Mit gellen Pfeifen und mit Kriegsgesang.
Sie lösen ihre Stücke. Rauch und Dampf.
Er lichtet sich. Standarten, Roßgestampf.
Gewalt'ge Körper! Es ist eine Lust,
Wie sie daher stolzieren selbstbewußt.
's ist Schwyzerboden. Üppig fließt der Sold, Wild, immer wilder brennt der Durst nach Gold.
Die Älpler haben Lebensüberfluß
Und starkes Blut, daß man sie schröpfen muß.
Wem ziehn sie bei? Die Lilien seh' ich wehn,
Zu König Franz wird dieser Reislauf gehn.
Nicht treibt der Schweizer seinen bösen Lauf
Allein. Der Landsknecht nimmt es mit ihm auf.
Der deusche Ritter auch, er ficht und rauft
Für jeden fremdem König, der ihn kauft.
Fürst, Pfaffe, Bauer, Städte, Ritterschaft,
Ein jedes trotzt auf eigne Lebenskraft!
Zum Henker eine Freiheit, die vergißt,
Was sie der Reichesehre schuldig ist!