Der ein'ge Richter Christus schreckt die Zeit,
Gern folgt sie eines Weibes Lieblichkeit.

Wenn sich der Sohn zu Martin Luther kehrt,
Dich krönen wir, die nicht der Wonne wehrt!

Du bebst in aller Abendglocken Erz,
Du füllst die Seele, Du beglückst das Herz.

Wir decken Dich mit duft'gen Rosen zu,
Gen Himmel schwebest ungekreuzigt Du!

Die Du dem gläub'gen Spanier oft erschienst,
Ihm glüht der Busen noch von Deinem Dienst.

Dir, Fürstin, werb' ich eine Companie
Und führe gegen Deine Feinde sie.

Ein unbarmherzig Heer, das nie erschlafft,
Versamml' ich unter meiner Hauptmannschaft.

Die Ketzer tötend, doch den Sündern mild,
Bekehren wir die Welt zu Deinem Bild.

Wo wir zerstörte Tempel wieder weihn,
Besteige, Göttin, den Altar allein!

Und wer zum Erdenweibe Dich entweiht,
Gerichtet sei er und vermaledeit!…