LXI Feldmann
Land, Wasser, Himmel—rings dasselbe Grau!
Wer ahnte deine Anmut, Ufenau?
Im Schilfe schwadert eine Entenschar
Und kündet frühen Winter diesem Jahr.
Des Schaffners "Feldmann" stellt zur Jagd sich dort.
Noch eine Birsch, bei meinem Ritterwort!
Mir hangt ein ländlich Armbrust an der Wand…
Hier ist's! Der Spanner fehlt, ich spann' von Hand…
Gehorche, Ding! Schon manches Seil gestrafft
Hat diese Faust… Verdammt! Mir fehlt die Kraft!
Wie? eine Träne?… Nieder, täppisch Tier!
Der wackre Köter leckt die Wange mir.
Gelt, wer die Armbrust nicht mehr spannen kann,
In deinen Augen ist's ein armer Mann!
Die wilde Jagd des Lebens geht zu End…
Komm! Sehn wir, ob im Herd ein Feuer brennt.
LXII "Der arme Heinrich"
Heut saß ich armer Ulrich still daheim
Und las den "armen Heinrich", Reim an Reim.
Des siechen Ritters Abenteuer las
Ich gerne, der durch Wunderwerk genas.