Doch nein! Die letzte Scheidung war es nicht.
Es war ein mut'ger Sturm empor ins Licht!
Sie rangen alle mit vereinter Kraft,
Beseelt von eines Kranzes Leidenschaft.
Wankt' einer wie gelähmt von Pfeilgeschoß—
Den riß empor ein stärkrer Kampfgenoß
Und mancher Kühne stieg in schwerem Flug,
Der einen Wunden auf der Schulter trug.
Da hab' ich eines Führers Ruf gehört:
"Der Kerker", schrie er, "Geister, ist zerstört!
Das Tor gebrochen! Offen ist die Bahn!
Befreit die Brüder! Auf! Empor! Hinan!"
Aus lichten Wolken scholl Posaunenton,
Doch war's ein Siegesjubel, nicht ein Drohn.
Da plötzlich stund ich im Gewölke vorn
Und stieß aus voller Brust ins Jägerhorn.
Aufschwebt' der sel'ge Zug in mächt'gem Drang,
Ich stieß ins Horn, daß mir das Herz zersprang.
Das Sterben