| Frau Prostakowa. Dich zur Erbin! | } | (Gleichzeitig.) |
| Prostakow. Sophie zur Erbin! | ||
| Skotinin. Sie zur Erbin! |
Frau Prostakowa (Sophie stürmisch umarmend). Gratuliere dir, meine Herzens-Sophie! Ich weiß mich vor Freude nicht zu fassen! Jetzt mußt du einen Bräutigam haben. Und eine bessere Braut kann ich mir für Mitrofan gar nicht wünschen! Das ist ein Onkel! Der leibliche Vater! Ich hab’s mir immer gedacht, daß ihn Gott behütet, daß er noch wohl und gesund ist!
Skotinin (die Hand hinhaltend). Nun, Schwester, schlag ein.
Frau Prostakowa (leise zu Skotinin). Warte noch, Bruder: erst muß man sie fragen, ob sie dich nehmen will.
Skotinin. Wie? Fragen? Wir werden doch nicht erst ihre Meinung hören wollen?!
Prawdin. Darf ich den Brief zu Ende lesen?
Skotinin. Wozu? Und sollten Sie fünf Jahre lesen – Besseres als die Zehntausend werden Sie doch nicht herauslesen!
Frau Prostakowa (zu Sophie). Herzens-Sophie, komm mit mir auf mein Schlafzimmer. Ich habe äußerst Wichtiges mit dir zu sprechen (führt Sophie fort).
Skotinin. S–o–o–o! Na, ich sehe, daß heute wohl schwerlich aus der Verlobung was wird!