Frau Prostakowa (zitternd). Nun ... und du, Bestie, bist zum Klotz geworden, hast dich dem Bruder nicht in die Fratze eingekrallt, hast ihm das Maul nicht bis an die Ohren aufgerissen –

Jeremejewna. Ich wollte schon ... ich wollte, aber –

Frau Prostakowa. Aber ... Nicht wahr, es ist nicht dein Kind, Ungeheuer?! Du würdest es zu Tode schlagen lassen –

Jeremejewna. Ach du grundgütiger Gott! Wäre er nicht in demselben Augenblick fortgegangen, so würde ich mich auf ihn gestürzt haben: stumpf ließe ich diese (zeigt auf die Nägel) werden, und auch die Zähne würde ich nicht schonen.

Frau Prostakowa. Alle seid ihr dienstfertig in Worten, ihr Kanaillen, wenn’s aber ans Handeln kommt –

Jeremejewna (weinend). Ich bin nicht dienstfertig?! Da weiß ich nicht mehr, wie ich noch eifriger dienen soll ... gern würd’ ich ... der eigene Leib wird nicht geschont ... und immer kein Dank –

Kutejkin. Sollen wir heimkehren?}(Zusammen.)
Zyfirkin. Wohin lenken wir unsre Schritte, Ew. Wohlgeboren?

Frau Prostakowa. Und du heulst noch alte Hexe?! ... Geh, füttre sie ab und komme nach dem Essen sofort her. (Zu Mitrofan.) Komm mit mir, mein süßes Leben. Jetzt lass’ ich dich nicht aus den Augen ... Komm nur, ein Wörtchen will ich dir zuflüstern, daß dir von neuem das Leben lächeln soll. Nicht ewig, mein Herz, nicht ewig wirst du lernen: soviel verstehst du schon, Gott sei Dank, da du auch selber Kinderchen zeugen kannst! (Zu Jeremejewna.) Den Bruder will ich anders vorkriegen, als du es gethan. Die ganze Welt soll sehen, was eine Amme und was eine Mutter ist! (Ab mit Mitrofan.)

Kutejkin. Dein Leben, Jeremejewna, ist die wahre Hölle! Komm mal lieber zu Tisch und trink vor Kummer ein Gläschen.

Zyfirkin. Und dann das zweite – da haben wir gleich eine Multiplikation.