Fünfter Auftritt.

Die Vorigen. Prostakow, Mitrofan und Jeremejewna.

(Während der nachfolgenden Worte Starodums haben sich Prostakow und Sohn, die durch die Mittelthür eingetreten waren, hinter den Rücken Starodums gestellt. Der Vater will ihn umarmen, sobald die Reihe an ihn kommt, der Sohn – die Hand küssen. Jeremejewna hat seitwärts Platz genommen und steht mit übers Kreuz geschlagenen Armen regungslos da, die Blicke starr auf Starodum gerichtet und jedes seiner Worte mit kriechender Aufmerksamkeit verfolgend.)

Starodum (ungern die Prostakowa umarmend). Ganz überflüssige Güte, Madame, ohne die ich recht gut auskommen könnte! (Reißt sich aus der Umarmung und wendet sich nach der Seite Skotinins, der schon mit ausgebreiteten Armen dagestanden und ihn nun umfängt.) Zu wem bin ich nun geraten?

Skotinin. Ich bin’s, meiner Schwester Bruder.

Starodum (der noch zweie bemerkt, mit Ungeduld). Und wer ist das?

Prostakow (ihn umarmend). Ich bin der Mann meiner Frau.}(Zugleich.)
Mitrofan (seine Hand küssend). Und ich meiner Mutter Söhnchen.

Milon (zu Prawdin). Jetzt werde ich mich nicht vorstellen.

Prawdin (zu Milon). Ich werde Gelegenheit finden, dich später vorzustellen.

Starodum (Mitrofan die Hand entziehend). Dieser sucht die Hand zu küssen: man sieht, welch edle Seele in ihm herangebildet wird!