Kutejkin. Hätte mich nicht der Herr erleuchtet, auf dem Hierherwege bei unsrer Hostienbäckerin einzukehren, ich würde jetzt heulen wie ein Hund.
Zyfirkin. Unsre Brotherrn sind mir nette Herrschaften!
Kutejkin. Hast du gehört, Bruderherz, welch ein Leben das hiesige Gesinde hat? Wohl hast du gedient, bist in mancher Schlacht gewesen, doch Furcht und Zittern würde dir ankommen und Grauen dich befallen, wenn –
Zyfirkin. Bah, ob ich’s gehört? Mit eigenen Augen sah ich hier ein stundenlanges Lauffeuer. (Seufzend.) Ach, traurig wird mir zu Sinn!
Kutejkin. Wehe mir Sünder!
Zyfirkin. Worüber seufzest du, Ssidorytsch?
Kutejkin. Auch dein Herz ist betrübt, Pafnutjitsch?
Zyfirkin. Unwillkürlich wird man schwermütig. Da hat mir Gott einen Schüler beschert, einen Edelmann. Das dritte Jahr nun quäl’ ich mich mit ihm ab, und noch kann er keine drei zählen.
Kutejkin. So haben wir beide Einen Kummer. Das vierte Jahr kastei’ ich meinen Leib. Keine neue Zeile kann der Junge aus der Fibel lesen, ist nur im stande, das Gelesene zu repetieren, und auch hierbei sogar kaut er die Worte ohne Sinn und Verstand.
Zyfirkin. Und wer ist schuld? Kaum hat er den Griffel in der Hand, erscheint der Deutsche in der Thür. Den Jungen erlöst man von der Schiefertafel, und mich möchte man vor die Thür setzen.