Wralmann. Genug, Verehrteste, genug! Ich hab’s immer geliebt, mir das Publikum anzusehn. Sobald die Herrschaften in ihren Wagen am Feiertag nach Katharinenhof kamen, hatte ich vollauf zu sehen. Manchmal stieg ich stundenlang nicht vom Bock.

Frau Prostakowa. Von welchem Bock?

Wralmann (für sich). O, o, o – was hab’ ich da gesagt! (Laut.) Du weißt, Verehrteste, daß man am besten sieht, wenn man recht hoch sitzt. So kletterte ich denn manchmal auf den Wagen eines Bekannten und sah mir vom Bock aus die große Welt an.

Frau Prostakowa. Freilich sieht man auf solche Weise besser. Ein kluger Mensch weiß, wohin er steigt.

Wralmann. Auch dein teurer Sohn wird noch in der Welt steigen: die Menschen zu sehn und sich selber zu zeigen ... Prachtjunge! (Mitrofan dreht sich herum, auf demselben Platz stehen bleibend.) Prachtjunge! Kann nicht stille stehn, gleich einem wilden Roß ohne Zaum ... Nun, fort! (Mitrofan läuft fort.)

Frau Prostakowa (freudig lächelnd). Ist doch noch ein wahres Kind, obgleich schon Bräutigam! Muß doch nachsehn, daß er in seinem Mutwillen den teuren Gast nicht belästige.

Wralmann. Geh, Verehrteste, geh. Um diesen losen Vogel zu überwachen, muß man seine Augen überall haben.

Frau Prostakowa. So lebe denn wohl, Adam Adamytsch. (Ab.)

Neunter Auftritt.

Wralmann, Kutejkin und Zyfirkin.