Wralmann. Natürlich lebt sich’s am besten unter seinesgleichen, sozusagen in eigener Gesellschaft.
Frau Prostakowa. Aber, Adam Adamytsch – aus wem willst du denn diese Gesellschaft bilden?
Wralmann. Besorge nicht, Verehrteste, besorge nicht: Solcher, wie dein teurer Sohn, gibt’s auf Erden Millionen! Wie sollte er sich da keine Gesellschaft finden?
Frau Prostakowa. Er ist zwar mein Sohn, aber dennoch ein findiger, gewandter Junge.
Wralmann. Jammerschade nur, daß er sich halbtot hat lernen müssen! Russische Grammatik! Arithmetik! Ach, du lieber Gott! Wie dabei noch die Seele im Leibe bleibt?! Als ob ein russischer Edelmann ohne die russische Grammatik in der Welt nicht avancieren könnte!
Kutejkin (beiseite). Daß dir der Pips an der Zunge wüchse!
Wralmann. Als ob früher die Menschen ohne die Arithmetik lauter Dummköpfe gewesen wären!
Zyfirkin (beiseite). Ich will dir schon deine Rippen zählen, wart du nur! Dich krieg’ ich schon!
Wralmann. Wissen muß man, wie man auf der Welt leben soll. Und ich kenne die Welt auswendig, ich bin ein geriebener Vogel!
Frau Prostakowa. Wie solltest du die Welt nicht kennen, Adam Adamytsch! Wieviel du allein in Petersburg gesehn haben magst!