Starodum. Von wo?

Kammerdiener. Aus Moskau, durch einen expressen Boten. (Ab.)

Starodum (entsiegelt das Schreiben und liest die Unterschrift). Ah, vom Grafen Tschestan. (Beginnt zu lesen, macht aber Miene, nicht gut sehen zu können.) Sophie, bitte, meine Brille – im Buch auf dem Tisch.

Sophie (im Abgehen). Sofort, Onkelchen.

Vierter Auftritt.

Starodum (allein). Er schreibt mir natürlich von seinem Vorschlag, den er mir in Moskau gemacht. Ich kenne Milon nicht; doch wenn sein Onkel, mein geschätzter Freund, und alle seine Bekannten ihn für einen würdigen und ehrenhaften Mann halten ... wenn ihr Herz frei ist ...

Fünfter Auftritt.

Starodum und Sophie.

Sophie (die Brille gebend.) Hier ist sie, Onkelchen.

Starodum (liest). „Ich habe soeben erfahren ... führt sein Kommando nach Moskau ... er muß mit Ihnen zusammentreffen. Es würde mich herzlich freuen, wenn er Sie sehen sollte ... Bitte, bringen Sie seine Gesinnungsart in Erfahrung“ ... (Beiseite.) Natürlich, sonst geb’ ich sie ihm nicht ... „Sie werden finden ... Ihr aufrichtiger Freund ...“ Gut. Dieser Brief betrifft dich. Ich habe dir schon gesagt, daß mir ein junger Mann sehr warm empfohlen worden ist ... Meine Worte machen dich stutzen, mein Freund, das hab’ ich schon damals gesehn und seh’ es auch jetzt. Doch dein Vertrauen zu mir –