Starodum. Wie sie ein Mann verstehen muß, dessen Seele sie besitzt. Umarme mich, mein Freund! Vergib mir meine Freimütigkeit: ich bin ein Freund ehrenhafter Menschen. Dieses Gefühl wurzelt in der Erziehung, die ich genossen. In dir sehe ich die Tugend im Schmucke eines hellen Verstandes.

Milon. Eine edle Seele ... Nein, nicht länger hält mein Herz sein Gefühl zurück! Nein! ... Deine Tugend entlockt meiner Seele ihr Geheimnis! Ist mein Herz tugendhaft, verdient es glücklich zu werden – so liegt es in deiner Macht, es glücklich zu machen. Und glücklich werde ich sein, wenn du mir deine liebenswürdige Nichte zur Frau gibst. Unsre gegenseitige Liebe –

Starodum (freudig zu Sophie). Wie? Dein Herz verstand schon denjenigen zu wählen, den ich dir im voraus ausersehen hatte? Er ist jener Bräutigam –

Sophie. Und ich liebe ihn von Herzen.

Starodum. Ihr seid beide einer des andern würdig. (Vereinigt entzückt ihre Hände.) Von ganzer Seele gebe ich meine Einwilligung.

Milon (Starodum umarmend). Mein Glück ist unermeßlich!}(Zusammen.)
Sophie (Starodums Hände küssend). Wer kann glücklicher sein als ich?!

Prawdin. Wie aufrichtig bin ich erfreut!

Starodum. Mein Glück kennt keine Worte!

Milon (Sophie die Hand küssend). O seliger Augenblick!

Sophie. Ewig wird mein Herz dich lieben!