Laurence Sterne: Yoricks Predigten.

Übertragen von Josef Grabisch. Zwei Bände. 12°. XXII, 505 und 511 Seiten.

Die sechsundvierzig Predigten des Vikars von Sutton sind für den, der in das Geheimnis der Dreieinigkeit Tristram-Yorick-Sterne eindringen will – und welcher Bakkalaureus der Lebensweisheit, dem es gelungen ist, sich in der Shandyluft wohl zu fühlen, wollte das nicht? – unentbehrlich. Sie leuchten aber auch ohne das Licht des Sterneschen Ruhms und nicht nur für die Verehrer des »Tristram Shandy« und der »Empfindsamen Reise«.

F. M. Voltaire: Candide.

Nach der anonymen Übersetzung von 1732, neu herausgegeben von Lothar Schmidt. Nebst dem zweiten Teil unbekannter Herkunft und mit 5 Heliogravüren nach Kupfern von Chodowiecki. 8°. XXXI, 218 und 155 Seiten. (In einem Bande.)

Den Ruhm Voltaires können seine Dramen kaum mehr aufrechterhalten. Sein souveräner Geist, sein Witz, seine ganz unvergleichliche Schlagkraft konzentriert sich in seinen satirischen Erzählungen, von welchen »Candide« alle Vorzüge vereinigt.

Marie Madeleine Gräfin von La Fayette: Die Prinzessin von Cleve.

Ins Deutsche übertragen und herausgegeben von Paul Hansmann. Mit einem Nachwort. 8°. 293 Seiten.

Aus dem Vorwort: Man hat diesen ersten psychologischen Roman, der in Frankreich geschaffen wurde, eine Herzensbeichte der La Fayette genannt und in der Cleve und ihrem Schicksal eine Verwandtschaft mit der Autorin, in Monsieur de Nemours den Herzog de La Rochefoucauld sehen wollen. Sei dem wie ihm wolle, zuversichtlich wissen wir, daß nur eine edle, freimütige und wahrhafte Frau, die ein gutes Frauenschicksal hatte, dieses rührende, zarte Werk schreiben konnte, das seinen Platz in der Weltliteratur ewig frisch behaupten wird.

Erasmus: Das Lob der Narrheit.