Aus Deutschland kam es nicht, das hätten ja die Zeitungen gewiß berichtet, auch nicht aus England, da man trotz aller Geheimniskrämerei über eine solche wichtige Erfindung unmöglich Stillschweigen bewahren konnte.
Andere Länder aber besaßen keine lenkbaren Luftschiffe. Hier kam nur noch Amerika, die Vereinigten Staaten, in Betracht. Sollte dort vielleicht in aller Stille ein solch merkwürdiges Fahrzeug erbaut worden sein? —
Aber wozu hatte sich dann jener Mann in der blauen Kapitänsuniform maskiert? Weshalb hatte er sich den grauenvollen Namen Kapitän Mors beigelegt? Diesen Namen des Todes, weshalb hatte er die geheimnisvolle Warnung den Luftschiffern zugerufen. Das waren ja Rätsel über Rätsel.
Wenige Stunden später gingen vertrauliche Anfragen von diplomatischer Seite ab, hauptsächlich nach den Vereinigten Staaten, Depeschen wurden gewechselt, aber die Antworten brachten keine Aufklärung. In den Vereinigten Staaten war nichts über ein lenkbares Luftschiff bekannt, und die Versuche, die man dort anstellte, befanden sich noch in den Anfängen.
Nun wartete man noch auf die Nachrichten von den anderen Dauerfahrern.
Man mußte sich in Geduld fassen, da die Luftschiffe bei dem günstigen Winde meist über Deutschland hinweg nach den russischen Städten getrieben waren.
Einzelne landeten in Ungarn, aber deren Insassen hatten nichts Absonderliches gesehen. Nun harrte man voller Ungeduld auf die Nachrichten der übrigen Dauerfahrer, welche bei den mangelhaften Verkehrsmitteln im südlichen Rußland erst nach Ablauf einer Woche erwartet werden konnten.
Das Komitee befand sich in fieberhafter Spannung, nicht minder die beiden Luftschiffer, welche die seltsame Begegnung gehabt hatten.
Die letzteren hatte man durch gütliches Zureden wieder versöhnt und sie bewogen, die rätselhafte Begegnung in den Lüften geheim zu halten.
Das wurde auch gern zugestanden, da man den Spott und Hohn der großen Menge fürchtete, diese hätte ja nie und nimmer eine solche Geschichte geglaubt, das hätte man für eitel Fabel, ja für hellen Wahnsinn gehalten.