Der alte Herr verließ die Station mit auffallender Hast, ihm folgten die übrigen Herren, die sich draußen im Flur um den Vorsitzenden drängten.

„Was bedeutet dies?“ fragten verschiedene Stimmen hastig. „Sie haben die Chiffreschrift gelesen? Was enthält der geheimnisvolle Schluß dieser langen Depesche?“

Der Greis machte ein sehr ernstes Gesicht.

„Meine Herren,“ sprach er leise. „Wir haben unseren beiden Mitgliedern, welche die Begegnung meldeten, Unrecht getan. Hier ist schon die dritte Bestätigung, daß ein solch merkwürdiges Fahrzeug existiert. Einen Augenblick, ich werde es Ihnen vorlesen.“

Und mit ganz leiser, vor Erregung zitternder Stimme las der alte Herr die bedeutungsvollen Worte:

„Sechs Stunden vor unserer Landung haben wir ein seltsames Luftfahrzeug gesehen, welches anscheinend in großer Höhe dahinsauste. Es verfolgte die Richtung nach Südosten, es flog den südlichen Steppen Rußlands zu, anscheinend, um den Kaukasus zu erreichen. Das Luftschiff schien sehr groß zu sein, sein Aussehen war fremdartig; weiteres werden wir mündlich mitteilen.“

Der alte Herr faltete die Depesche zusammen.

„Hier waltet ein Geheimnis ob,“ sprach er. „Hier befindet sich ein Mann im Besitze eines Fahrzeuges, wie es sich nicht einmal die kühnste Phantasie vorstellen kann. Meine Herren, wir wollen nur hoffen, daß dieser geheimnisvolle Maskierte seine offenbar geniale Erfindung nicht zu dämonischen Zwecken benutzt. Wäre dies der Fall, so müßte es geradezu entsetzlich sein, dann kann ich mir die Folgen noch gar nicht einmal ausmalen. Seien wir offen, meine Herren, der Besitz eines solchen Fahrzeuges macht diesen Mann zum Herrn der halben Welt, es ist kein Zweifel, dieser seltsame Maskierte, der sich Kapitän Mors nennt, ist der Beherrscher der Lüfte!“

3. Kapitel.
An der Stätte einstigen Glückes.

Die Gondelinsassen des Ballons, der tausend und abertausende von Kilometern zurückgelegt hatte, ehe er an Asiens Grenzen landete, hatten das wunderbare Luftfahrzeug gleichfalls gesehen.