Endlich versank die Sonne blutrot, gleichsam wie eine üble Vorbedeutung, die Menge am Strande begann sich zu zerstreuen, zumal jetzt die patrouillierenden Soldaten rücksichtslos den Hafen von dem Gesindel säuberten.
Einige gutgekleidete und respektabel aussehende Männer hatten schon vorher den Hafen verlassen.
Sie standen an den Molen und blickten unverwandt in die See hinaus. Jetzt gingen sie schnell von dannen, aber nicht nach der Stadt, sondern am Alexandrowskyplatz vorüber, nach jenen parkartigen Gebieten, welche den Namen Datschen führen.
Da lagen der städtische botanische Garten, die Friedhöfe und weiterhin einige Kasernen, an der Straße aber, die mitten durch dieses parkähnliche Terrain führte, erhoben sich hier und da stattliche Landhäuser.
Sie besaßen meist große Gärten, und waren durch größere Strecken des Parkes von einander getrennt.
Nach einem dieser Landhäuser gingen drei Männer, die man für wohlhabende Bewohner von Odessa halten mußte.
Sie standen in mittleren Jahren und ihre Gesichter, die vorher harmlos drein geblickt, nahmen, als sie das Landhaus betraten, einen ganz anderen Ausdruck an. Wer in die Augen dieser Leute blickte, konnte sich vor ihnen fürchten.
Im Landhause selbst befanden sich Leute, die wie Diener gekleidet waren, die drei Ankömmlinge aber auffallend vertraulich begrüßten.
Diese erwiderten die Grüße in gleicher Weise. Einer der Männer fragte:
„Nun, wie ist es? Noch nichts zu sehen?“