Jetzt schaute er düster nach dem Hafen hin, wo das Geschrei und Rufen der Menge ertönte. Zuweilen knallten Schüsse, man hörte den durchdringenden, gellenden Kampfruf der Kosaken, durch welchen sie sich gegenseitig anfeuerten.

„Der Stein ist ins Rollen gebracht,“ sprach er.

„Ich habe es getan und dadurch das Schlimmste von der Stadt abgewendet. Ich weiß jetzt, wo ich die Elenden zu suchen habe, die einst mein Glück vernichteten. Aber nicht im Hafen ist der Ort, wo ich mit ihnen abrechne! Ich muß sie hinaustreiben auf das blaue Wasser, auf das Schwarze Meer und dann kommt die langersehnte Stunde.“

Gleich darauf verschwand der Mann in der Menge, die nach dem Hafen flutete. Kapitän Mors konnte mit Stolz auf seine Tätigkeit blicken. Er hatte den Verzagenden Mut eingeflößt und der feste Entschluß, den jetzt die Verwaltung der Stadt zeigte, schien die Empörer vom Schlimmsten abzuhalten.

Noch lagen die meuterischen Schiffe drohend vor dem Hafen, Schüsse fielen von dort, ja sogar einige der kleinen Schnellfeuergeschütze wurden abgefeuert.

Von der Deputation, welche so frech die Millionen forderte, kam nur ein Teil wieder zurück. Die anderen hatten teils mit den spitzen Lanzen der Kosaken Bekanntschaft gemacht oder waren von den flinken Reitern gefangen genommen worden.

Der Rest der Ausgeschickten warf sich in die Boote und ruderte in wilder Hast nach den Schiffen hinüber.

Jetzt kam die Entscheidung, da die Zurückkehrenden verlangten, daß man nunmehr die Stadt bombardieren solle.

Kapitän Mors aber hatte richtig gerechnet, als er durch seine Energie das Schlimmste vermied. Denn unter den Meuterern herrschte bereits Unschlüssigkeit, da begann man zu streiten und zu zanken.

Freilich hatte man sich einiger Schiffe der Schwarzen Meer-Flotte bemächtigt, aber man konnte damit rechnen, daß die Schiffe des Geschwaders herbeikamen, daß die der Regierung treugebliebenen Mannschaften einen Angriff auf die Empörer unternahmen.