Aber es war keine Phantasie, das rätselhafte, riesige Luftschiff kam heran, man hörte das Knattern der Maschinen, das Arbeiten der Flügelräder, aber sonderbar, man sah keinen Menschen.
Das Luftschiff hatte die Richtung auf den Ballon genommen, und so konnte man es nur von vorn betrachten, unten, an der grauen Metallfläche aber befanden sich Anhängsel von eigenartiger Form, es waren keine Körbe und keine Gondeln, es waren geschlossene Räume, in denen sich sicherlich eine ganze Anzahl Menschen aufhalten konnte.
Mit einem Mal verminderte das Fahrzeug seine Schnelligkeit, aber es kam immer noch schnell genug heran, man sah die gewaltig große, offenbar aus Metall hergestellte Spitze, wie sie bereits in großer Nähe drohte.
„Er rennt uns an,“ rief der Offizier, „er will unseren Ballon durchbohren!“
Der ältere Herr antwortete nicht, er biß die Zähne zusammen, unablässig blickte er nach dem sonderbaren Luftschiff hinüber.
Deutlich sah man unter ihm einen Anhängsel oder richtiger gesagt einen Anbau, man gewahrte auch Fensteröffnungen, aber die schienen durch Läden gesichert und verschlossen zu sein.
Jetzt war das rätselhafte Schiff bis auf fünfhundert Meter herangekommen. Da machte es plötzlich eine Schwenkung, aber nun fuhr es zum größten Staunen der Luftschiffer in einem gewaltigen Kreise um den Ballon herum.
Da sah man es von der Seite und die Umrisse des seltsamen Fahrzeuges waren trotz der wogenden Wolkenmassen zu erkennen.
In der Mitte des Fahrzeuges lief eine Gallerie um das ganze Luftschiff herum, unten sah man die drei geschlossenen Anbauten, in deren mittelsten die Maschinen arbeiteten.
Sechs große, eigenartig geformte Flügelräder, die an den Seitenwänden des sicherlich metallenen Luftfahrzeuges angebracht waren, arbeiteten. Man hörte deutlich ihre sausenden Töne, oben auf dem Fahrzeug befand sich etwas, das einem Ausguck glich und die staunenden Männer sahen, wie dünne, eiserne Treppen oder vielmehr Leitern nach der Gallerie und nach diesem Ausguck führten.