Eine hohe Fahnenstange ragte senkrecht am Ende des sonderbaren Fahrzeuges empor und unter dem letzten Ausbau gewahrte man deutlich das mächtige Steuer.

Eine Fahne aber führte der Flaggenstock nicht und als das rätselhafte Luftschiff näher kam, überlief die beiden einsamen Männer in der Gondel ein Grausen, wie sie es in ihrem ganzen Leben noch nicht gefühlt hatten.

Zweimal umkreiste das Fahrzeug den Ballon, dessen Insassen sich ordentlich ohnmächtig vorkamen.

Sie fühlten, daß sie von den Leuten, die sich da in den geschlossenen Anbauten befinden mußten, abhängig waren. Ein Stoß der eisernen Spitze mußte ja die Seidenhülle des Ballons in Fetzen reißen und die beiden Männer als formlose Massen in die Tiefe schleudern.

Jetzt war das seltsame Fahrzeug zum zweiten Male um den Ballon herumgeflogen, da aber kam es plötzlich hinter ihm hervorgeschossen und schwebte jetzt an seiner Seite.

Es war kaum noch fünfzig Meter entfernt und diese Entfernung verringerte sich mit jeder Sekunde.

„Wir stoßen zusammen,“ rief der Offizier, indem er unwillkürlich nach einem Revolver griff, als ob er sich mit der Waffe gegen die Insassen des feindlichen Fahrzeuges schützen könnte.

Der Zusammenstoß geschah aber nicht, das Fahrzeug schien wunderbar gelenkt zu werden. Es rückte immer näher heran, aber ein Zusammenstoß wurde offenbar vermieden.

„Da — da ein Mann,“ rief der ältere der Luftschiffer, „sehen Sie doch, da im vordersten Anbau! Wahrhaftig, jetzt wird die Sache geradezu unheimlich!“

Er hatte recht, dort war eine Art Tür aufgeschoben, und plötzlich stand eine Männergestalt auf der schmalen Gallerie, welche die Anbauten miteinander verband.