»Vor Gott?«

»Ja, das ist die Hauptsache.«

»Ja, mein Lieber, Sie reden immer so viel und schön von Gott, als ob Sie mit in seinem Rate säßen. Nun hören Sie mal zu, aber erschrecken Sie nicht zu sehr. Wir wollen mal ganz ehrlich sein. Was hilft es, sich und anderen Menschen was vorzumachen? An Ihren ›lieben Gott‹ glaube ich gar nicht. Ich habe auch wohl mal geglaubt, aber eine schreckliche Nacht meines Lebens hat mir meinen Glauben hingemordet.«

»Soo? ... Das ist vielleicht gut.«

»Das ist gut?«

»Ja.«

»Warum?«

»Was Sie da verloren haben, war der wirkliche Gott gar nicht. Das war nur ein Götze, den Sie sich selbst in ihrem kindlichen Unverstand zurechtgemacht hatten, und meinten dann, dieser arme Götze könnte und müßte Ihnen nun alle irdischen und sündlichen Wünsche erfüllen. Und als er das nicht tat, warfen Sie ihn über Bord ... Wer den lebendigen Gott einmal gefunden hat, der kann ihn nicht wieder verlieren.«

»Wer ist denn dieser lebendige Gott?«

»Der Vater unseres Herrn Jesu Christi.«