»Hä, de paar Daler! De wullt du woll sülwst bruken können.«

»Och Vader, lat mi!«

»Hm ... Wenn ick ok woll, du schast man sehn, Mudder giwt't nich to ...«

»Jea, Mudder ... De gönnt mi öwerall nix ... Wenn min sel' Mudder noch an't Lewen wör, denn so ...«

Peter vollendete den Satz nicht. Er sah trüben Blickes durch die blinden Fensterscheiben in den dämmernden Abend hinaus.

Der Vater fuhr sich mit den Stricksticken hinter die Ohren und machte ein verlegenes Gesicht. In seinen besten Stunden fühlte er, was er selbst und der Junge mit seiner ersten Frau verloren hatten. Und dann hatte er Peter gegenüber etwas wie ein böses Gewissen, weil er ihn nicht besser gegen die Ausnutzung und Drangsalierung durch die Stiefmutter in Schutz nahm, und schämte sich seiner Schwäche und Bequemlichkeit. Nach einer Weile fragte er: »Nix kösten schall't mi?«

»Nee, keenen roden Pennig,« versicherte Peter eifrig, »und de Herr Pestohr seggt, du schöllst em mal besöken. O, Vader, ick bidd' di, gah hen!«

Harm Eggers räusperte sich. »Hmhm, ick will mal hören, wat Mudder darto seggt.«

»Vader ...« sagte Peter leise und zögernd, »... frag aber ok ... min rechte Mudder ...«

»Och Jung, wat snackst du mannigmal för narr'sch Tüg! De is ja dod ...«