Peter machte große Augen, als er diesen Brief las. Er ärgerte sich zunächst, daß der zufällige Reisegenosse auf solche Weise in sein Schicksal und Leben eingegriffen hatte. Dazu kam, daß sein Vater und er sich folgenden Tages das Schulhaus eines näher gelegenen Dorfes ansehen wollten, von dem viel Rühmens gemacht wurde. Aber bald gab Peter sich zufrieden. Aus dem Briefe des Superintendenten schien ihm Wohlwollen zu sprechen. Der alte Bauer in der Eisenbahn hatte ihm auch nicht übel gefallen, und allzu nahe bei Muttern zu bleiben, darauf kam es ihm ja nicht gerade an.

Am Dienstag nach Ostern machte Peter sich auf, um seinen Vorgesetzten und seine künftige Wirkungsstätte kennenzulernen. Der Vater bestand darauf, ihn zu begleiten.

Anfangs gingen sie schweigend nebeneinander. Aber bald kam es Peter vor, als ob der Vater etwas Besonderes auf dem Herzen hätte. Er räusperte viel und spuckte übermäßig oft aus. Endlich machte er Anstalt, damit herauszukommen.

»Peter, ick mutt di mal wat seggen.«

»Man to, Vader.«

»Weeßt du, wat Mudder und ick uns dacht hewwt?«

»Nee.«

»Wi wollen woll mit di trecken[10]

»Mit mi? Nah Solten?«

»Ja, min Jung. Süh, dat is bäter för di. Denn mak ick di fein dat Land to Schick[11]. Du kriegst da doch nix van torecht. Bist ja de starkste nich, din sel' Mudder wör't ok nich. Und Trina, de kakt[12] di denn wat ... Dat du dine Uppassung[13] hest ... Süh, 'n Fro kannst du di noch nich nehmen. Da bist du to jung to ... Wat makst du för'n Gesicht? ... Is Trina de lesten Johren nich jümmer ganz god mit di wän?«