Jute und Manilahanf werden versuchsweise in Ostafrika, Togo und Kamerun angebaut, Pandanus und Raphiapalme sind auch in Togo und Kamerun heimisch. Eine nennenswerte Ausbeute für den Übersee-Handel liefern sie noch nicht.
Ramie
(Tafel 28)
Ramie, auch Chinagras genannt, ist ein zu den Urticaceen gehöriges, unserer Brennessel nicht unähnliches Kraut. Ein Wurzelstock treibt bis zu 15 Stengeln aus, die eine Höhe bis zu 2 m erreichen. Indien, die indische Inselwelt und Japan erzeugen große Mengen dieses wertvollen Faserstoffes, der mannigfache Gewebe von den feinsten Zeugen bis zum groben Segeltuch liefert. Die Verarbeitung der Ramiefasern findet hauptsächlich in England, Frankreich und Deutschland statt. Deutschland führt jährlich gegen 600000 kg im Wert von über 400000 Mk. ein. Die bedeutendste deutsche Ramiespinnerei ist in Emmendingen in Baden.
Tafel 28.