Er ging auf ihren demütigen Zweifel nicht einmal ein und blickte ihr strahlend in die Augen:

„Wie gut, Therese, daß du nun ganz eines Sinnes mit mir bist! — Denn nun hält uns ja nichts mehr ab, den Bund unserer Liebe durch berufene, geweihte Hände segnen und heiligen zu lassen..... Du lächelst, meine Geliebte?“

„Nur vor Glück,“ erwiderte sie und wischte sich eine klare Träne von der Wange.

„Das mein’ ich auch, mein liebes Weib. Wir können uns vor Gottes Altar in allen Ehren finden und binden. Da geh’ ich mit Goethe, welcher es so frei und edel aussprach, daß die Trauung zwar nur eine Formel ist, aber eine so schöne: der Segen des Himmels zu dem Segen der Erde.“

Druck von Hallberg & Büchting, Leipzig.


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G. m. b. H.