Sacher-Masoch urteilte über von Schlichtegroll in bezug auf die vor mehreren Jahren erschienenen „Totentänze“:
„Schlichtegroll ist ein bedeutendes Talent, auch besitzt er jene Eigenart, welche heute unerlässlich ist, wenn man im Gewühl der literarischen Menge nicht unbemerkt bleiben soll. Seine Sprache ist lebendig und bildlich. Stoff und Kolorit werden ungleich bunter bei ihm durch die Vertrautheit mit der Welt des Ostens, der er verschiedene gelungene Bilder entlehnt; er trifft ebenso sicher den Ton für rumänische oder serbische oder galizische Stimmungen und Vorgänge. Alles in allem eine jener wenigen Sammlungen, die beachtet und vor allem gelesen zu werden verdienen.
Man braucht nicht gerade ein Prophet zu sein, um voraussehen zu können, dass wir von dem Dichter, der seines Zeichens eigentlich ein Maler ist, noch manches Schöne zu erwarten haben.
Man sieht es seinem starken Talent an, dass er noch lange nicht sein letztes Wort gesprochen hat.“
Leipziger Verlag G. m. b. H. in Leipzig, 38.
Die Venuspeitsche
von
Carl Felix von Schlichtegroll
Band II:
Ulrich von Liechtenstein