Novelle.

Preis Mk. 4.—

Der Autor führt auch in diesem Bande den sexualpathologischen Grundgedanken des ganzen Werkes konsequent weiter. Freilich bietet er diesmal kein Bild aus der Gegenwart, noch ein solches aus dem reizvollen Milieu Halbasiens, sondern er hat jetzt einen weiten Ritt in die Vergangenheit, in die Minnesängerzeit unternommen, aus welcher schöpfend er ein farbenreiches und zum Teil drastisches Gemälde vor unseren Augen aufrollt.

Die Seltsamkeiten, welche das Leben des Helden charakterisieren, schliessen sich, so ungeheuerlich sie erscheinen mögen, der historischen Überlieferung auf das Engste an. Ebenso kann für jeden Zug des monströsen Charakters der Pfannenbergerin, der Geliebten des berühmten Ritters, mehr als ein historisches Beispiel geliefert werden.

von Schlichtegrolls Werk liefert somit einen höchst interessanten Beitrag zur Charakterisierung jener fälschlich als sentimental angesehenen, in Wahrheit jedoch sinnlich-derben, ja brutalen Epoche unserer Vergangenheit.

Die Freunde, die der Autor sich durch seine „Hexe von Klewan“ erworben, werden auch in diesem seinem neuesten Buche die Kraft rücksichtsloser Schilderung wiederfinden, die jenes Werk auszeichnet.

 Leipziger Verlag G. m. b. H. in Leipzig, 38. 

Die Venuspeitsche

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