Er sprang von den Knieen auf, er küßte ihre trockenen Lippen mit wilden, rücksichtslosen Küssen, er riß sie in die Höhe und stöhnte, während er sie fest umklammert hatte, unter den heftigsten Küssen:

„Was hast du gemeint, Therese?“

Sie wußte, er hatte sie recht verstanden. Oh — nein! schrie ihre Sittsamkeit — um Gotteswillen, ja! schrie das Verlangen ihrer Jugend. Und da flog in ihre Herzensangst und Leidenschaft hinein eine jähe, wahnsinnige Hoffnung: Wenn er bliebe? Wenn es möglich wäre, den Starken, den Geliebten zu halten?

„Liebst du mich, Therese?“ stammelte Eberhard, „Therese, liebst du mich?“

Feuer schien aus seinen Augen zu springen. Er rang mit Therese, sie wehrte sich. Seine Kraft war groß, aber ihre Geschmeidigkeit, die noch einen Rest von Besonnenheit bewahrt hatte, war noch größer.

„Therese, liebst du mich?“ —

Sie riß sich plötzlich von ihm los, kreuzte die Arme über der jungen, vollen Brust und flüsterte lockend und geheimnisvoll:

„Wenn du nicht abreist... wenn du bei mir bleibst...“

„Dann tust du mir alles zu Liebe?“