Telegramm.
An Deutsche Gesandtschaft, Bern.
Bitte Herrn Peet, Genf, mitzuteilen: Wie die Botschaft Konstantinopel drahtet, hat das amerikanische Bibelhaus, da seine Mittel erschöpft sind, die Geldüberweisungen nach dem Innern eingestellt. Dringende Gesuche um Unterstützung aus den amerikanischen Hilfsgeldern sind gerade in den letzten Tagen durch das Konsulat Aleppo eingegangen.
Zimmermann.
355.
Kaiserlich
Deutsche Botschaft.
Pera, den 9. Juli 1917.
Auf Erlaß vom 25. Juni[147].
Auf Wunsch des Dr. David in Angora bin ich bereits im Monat Mai bei der Pforte in der Angelegenheit der katholischen Armenier vorstellig geworden.
Der Vertreter des Vereins vom heiligen Lande, Herr Dr. Schade, hat mir einen Auszug verschiedener Briefe Dr. Davids zur Verfügung gestellt; aus einem vom 13. Juni (also 10 Tage nach Abgang des Briefes an Herrn Erzberger) datierten Schreiben ist folgende Stelle zu entnehmen: „Vorige Woche kam mir eine telegraphische Weisung des Ministeriums zur Sicht, in der kategorisch dem hiesigen Wali untersagt wird, die Katholiken zu deportieren, selbst falls dafür Gründe vorlägen, und aufgegeben wird, weitere Weisungen abzuwarten. Ich denke, daß dies eine Wirkung der von der Botschaft unternommenen Schritte ist. Man beschränkt sich seither auf Maßnahmen gegen solche, die früher einmal zum Islam übergetreten waren, und scheint sich damit zufrieden zu geben, wenn sie sich im Gefängnis bereit erklären, in Zukunft türkische Tracht zu tragen.“