Einige Tage nach dem Erscheinen dieser Deputation sandte der armenische Patriarch in seiner Vertretung einen Herrn zu uns, dessen offizielle Tätigkeit die Führung der Geschäfte des armenischen Patriarchats ist. Im Namen des Patriarchs und des ganzen armenischen Volkes dankte er mir für meine Intervention zugunsten unserer armenischen Angestellten und deren Familien. Die armenische Nation habe eine Dankesschuld abzutragen, die Ehrensache eines jeden Armeniers sein müsse.
Ich möchte hier noch beifügen, daß unmittelbar nach meinem ersten Vorgehen im August 1915 und meiner stürmischen Auseinandersetzung mit den Behörden der damalige armenische Patriarch einen Vertrauten zu mir sandte mit folgender Botschaft: Er (der Patriarch) sei ein alter Mann und hoffe bald vor Gottes Thron zu stehen. Er sehne diesen Augenblick herbei, und er werde sich dem Throne Gottes mit einem Gebet auf den Lippen für mich nähern. Das sei alles, was er mir für jetzt im Namen der Armenier sagen lassen könne.
Die Armenier werden jetzt wieder in ihre ursprünglichen Wohnorte zurückgeführt. Das Elend der Armen ist nach ihren mehrjährigen Leiden ungeheuer. Um im Gebiet unserer Bahn den Leuten etwas Hilfe zu leisten, haben Herr Huguenin und Zeichner dieses im Hinblick auf die Unmöglichkeit einer vorhergehenden Verständigung mit Ihnen jeder von sich aus Ltq. 500 dem bestehenden Komitee gespendet.
Hochachtungsvoll
Der Generaldirektor.
Günther.
Anhang
Inhalt.
1. Zeitun und Suedije
S. 457
2. Bitlis-Musch
S. 468