Bräutigam, Johann Heinrich. Dekorationsmaler. Geb. 1791, gest. 28. Sept. 1858 in Riga. Wurde 1820 als Dekorationsmaler am Rigaschen Stadttheater angestellt und bekleidete das Amt bis zum Jahre 1825, ausserdem ein zweites Mal von 1837–1841. Im Jahre 1828 stellte er in Riga ein Kosmorama aus, das allmählig durch neue Bilder ergänzt, schließlich 19 Stücke umfasste, die zum Teil nach Stichen, zum Teil von ihm nach der Natur gemalt waren. 1829 und 1833 stellte er ein Diorama aus mit einer Darstellung des Thuner Sees. Ein von ihm gemalter Theatervorhang mit einer Ansicht Rigas mit der Flossbrücke wurde am 10. Sept. 1830 zum ersten Mal benutzt.
Rigasche Stadtbl. 1814 S. 4; 1828 S. 31, 43, 111, 137–139; 1829 S. 4, 52, 413; 1830 S. 192, 290; 1833 S. 4; 1858 S. 324.
Bredow, Albert. Landschafts- u. Theatermaler. Stammte aus Deutschland und lebte von 1852–1855 als Dekorationsmaler in Riga, später in Reval und soll dann nach Moskau gezogen sein. Er stellte im Jahre 1868 in der Kunstakad. in Petersb. aus: Sechs Motive aus dem Schwanheimer Walde bei Frankfurt a. M. Sieben Motive aus dem Taunusgebirge, Treppe bei Burg Kronberg, Bauernhaus in Kronberg, Katholische Kirche in Kronberg, Bauernhaus in Pargalowo, Russisches Dorf, Ruine Königstein, Schloss Falkenstein, Ruine Falkenstein, Katholische Kirche.
Наши художники I. S. 57. M. Rudolph, Rigasches Theater- und Tonkünstlerlexikon.
Breitkreutz, Christian Friedrich. Architekt. Geb. 1791; begraben in Riga 16. März 1820, bekleidete in Riga das Amt eines Gouvernementsarchitekten.
Rigasche Stadtbl. 1818 S. 128; 1820 S. 68.
Brotze, Johann Christoph. Gelehrter. Geb. 12. Sept. 1742 in Görlitz; gest. 4. Aug. 1823 in Riga. Studierte in Leipzig, dann in Wittenberg und promovierte daselbst zum Dr. phil. 1768 folgte er einem Rufe nach Livland, wurde 1769 Subrektor und 1783 Konrektor am Lyceum zu Riga. 1815 legte er sein Amt nieder. B. hat sich um die Erforschung der livländ. Geschichte unvergängliche Verdienste erworben. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört die aus 10 Foliobänden bestehende „Sammlung verschiedener Livländischer Monumente, Prospekte, Münzen, Wappen u. dergl.“ mit gegen 2000 zum grössten Teil von ihm selbst gezeichneten Abbildungen im Bes. d. Stadtbibliothek zu Riga.
Autobiographie in A. Albanus Einladung zur feierlichen Amtsniederlegung des Oberlehrers J. C. Brotze usw. Riga. 1815. — Allgem. Schriftsteller- u. Gelehrtenlexikon der Prov. Liv-, Est- u. Kurland. I. S. 277.
Brussen, Daniel. Maler. Geb. um 1598, begraben 31. März 1684 auf dem deutschen Kirchhofe zu Bauske. Von ihm eine Kreuzigung und ein Abendmahl in der Kirche zu Funkenhof (übermalt).
L. Arbusow in den Sitzungsber. d. Kurl. Ges. f. Lit. u. Kunst 1888 S. 23 ff.