(J. Döring).

Freytag-Loringhoven, Mathilde v. Malerin und Radiererin. Geb. 30. Oktober 1860 in Kopenhagen, machte ihre ersten Studien unter dem Maler Wilhelm Strygowsky in Danzig und bildete sich weiter an der Weimarer Kunstschule, wo der Landschaftsmaler K. Buchholz, Graf Kalkreuth und Professor Max Thedy ihre Lehrer wurden. Viele künstlerische Anregung auf dem Gebiet der Radierung verdankt sie ausserdem dem Landschaftsmaler Baron Gleichen-Russwurm.

Nach Autobiographie.

Fritz, Johann Ludwig. Historienmaler. Geb. 26. April 1811 in Riga; gest. 1852 in Rom, kam 1833 auf die Dresdner Akademie und genoss daneben den Unterricht des Professors J. C. Roessler. 1837 ging er nach München und zog von dort nach Rom. Von ihm: Abschied des Tobias von seinen Eltern, 1837. (Entwurf in Tusche dazu im städtischen Museum zu Riga). — Die vier Jahreszeiten, gem. 1838. — Ganymed vom Adler des Zeus zum Olymp getragen. — Der junge Tobias mit dem Engel. — Die Propheten und Patriarchen. Gruppe aus dem Karton von Cornelius (Bes. Stadtgalerie, Riga; von ihm in Gemeinschaft mitTh. Rickmann ausgeführt).

Rigasche Stadtblätter 1838 S. 244; 1839 S. 3 ff. u. 201; 1868 S. 326.

G

Gabler, Christoph August. Architekt. Geb. 6. Juni 1820 in Reval; gest. 6. März 1884 daselbst. Zögling der Petersburger Akademie, wurde 1838 mit der silb. Medaille ausgezeichnet und 1839 mit dem Range eines freien Künstlers als Pensionär des Wegebaukorps entlassen. 1844 zum Hilfsarchitekten bei der estländischen Gouvernements-Baubehörde ernannt; 1859 zum Gouvernementsarchitekten befördert. Sein Hauptwerk ist die Johanniskirche in Reval.

Inland 1844 S. 404; 1859 S. 440. G. v. Hansen: Die Kirchen und ehem. Klöster Revals, 1885 S. 80. Industrieztg. 1877 Nº 2. Anzeiger für Libau und Umgegend 1885 Nº 4.

Gaehtgens, Ernst Hermann. Maler. Geb. 5. Oktober 1872 in Nauditten bei Doblen in Kurl., trat in die Kunstschule in Berlin und nach Ablegung des Zeichenlehrerexamens in die dortige Kunstakad. Er malt Bildnisse und Genrebilder und hat mehrere farbige Steinzeichnungen geschaffen. Tätig in Mitau.

Gahlnbäck, Johann Leopold. Architekt und Architekturmaler. Geb. 21. Oktober 1855 im Pastorat Pyha in Estland, absolvierte 1879 die Akad. in Petersburg und bereiste zu weiterer Ausbildung Italien, Frankreich und Holland. 1885–1890 als Gehilfe des Prof. Messmacher beim Bau des Museums der Baron Stieglitzschen Zeichenschule in Petersburg. Zur Zeit Lehrer an diesem Institut. Zu seinen grösseren Bauten gehören: Das Grei senheim der evangel. Gemeinde in Petersburg. — Das Asyl und Diakonissenhaus der reform. Gemeinde daselbst. — Das evang. Kinderheim. — Die Schule der reform. Gemeinden und das Haus Kriwzoff in Petersburg.