Inland 1847 S. 354; 1855 S. 368; 1860 S. 800. — Revaler wöchentliche Nachrichten 1825 S. 842; 1826 S. 217, 250, 380, 407 u. 483. — Ztg. für Stadt und Land 1872 Nº 192 u. 204. — G. v. Hansen, Geschichtsblätter usw. Reval 1881.
Meyer, Cordt. Maler des 17. Jahrh. in Riga, gest. nach 1702. Ihm wurde im Jahre 1679 die Ausmalung der St. Petrikirche übertragen, wo er u. a. die „Passions-Historien“ malen sollte. Am 17. Juli 1689 vereinbarte die Administration der Domkirche mit ihm eine grössere Arbeit, die darin bestand, die 20 Gewölbe der Kirche, den Chor, den Singechor usw. „nach dem vorgezeigten Abriss“ zu malen. Diese Gewölbmalereien wurden 1815 übertüncht, bei den Restaurierungsarbeiten im Jahre 1895 zum Teil wieder aufgedeckt und die Reste zeichnerisch aufgenommen (Im Archiv des Dombaubureaus). Der von ihm in der Domkirche erworbene Grabstein mit einer älteren gotischen Inschrift und einer zweiten: Cordt Meier | und seinen erben | erptlich | anno 1698, liegt seit 1893 im Westflügel des Domkreuzganges. M. war Ältermann des Rigaschen Maleramts.
N. Busch im Rechenschaftsber. d. Dombauabteilung 1894/95 S. 29 ff. u. S. 66 ff. — Kirchengerichts-Protokolle d. St. Petrikirche vom 14. Mai 1723. W. Neumann: Das mittelalterliche Riga. Berlin 1892 S. 35.
Meyer, Kunz. Maler. Geb. 3. Juli 1859 in Mitau als Sohn des Redakteurs der St. Petersburger Zeitung erhielt seine künstlerische Ausbildung in München unter Strähuber, Raab und W. Lindenschmit, hielt sich 1885 und 1886 in Italien auf und unterstützte nach seiner Rückkehr Lindenschmit bei der Ausmalung des Rathauses in Kaufbeuren. 1891/92 war er Mitarbeiter A. Fitgers in Bremen und Oldenburg. Er lebte bis September 1908 in München; zurzeit in Amerika tätig. Von ihm ausser einer Anzahl tüchtiger Genrebilder mehrere religiöse Malereien wie: Judas Ischarioth (Abb. in „Kunst unserer Zeit“ und in W. Neumann: Balt. Maler und Bildhauer des 19. Jahrh.; Illustr. Ztg. 1895). — Madonna mit Christus an der Schlosskirche zu Oberbronn. — Altargemälde für die Kirchen zu Dietfurth und Walddorf. M. lieferte Illustrationen zu Paul Heyse’s: Villa Falconieri; Rich. Voss: La Madonna del divino amore; Emil Erll’s: Liebesmärchen; M. Haushofer’s: Geschichten zwischen Diesseits und Jenseits; Rud. Baumbach’s: Zlatarog; M. G. Zimmermann’s: Tante Eulalias Romfahrt; Busse’s: Traum; G. Hoffmann’s: Bozener Märchen und Ostseemärchen.
Das geistige Deutschland I S. 462/63. — W. Neumann, Balt. Maler und Bildh. des 19. Jahrh. S. 136–137.
Michelson, Michael Alexander. Landschaftsmaler. Geb. 2. Juni 1815 in Riga; gest. daselbst 16. November 1899, erhielt den ersten Unterricht vonJ. K. Baehr, der nach seinem ersten Besuche Italiens 1829 nach Riga zurückgekehrt war, besuchte bis Oktober 1837 die Dresdner Akademie und liess sich darauf in Riga nieder. 1847 ernannte ihn die Petersburger Akademie zum akademischen Künstler. In demselben Jahre übernahm er das Amt eines Zeichenlehrers am Rigaschen Gouvernementsgymnasium, das er bis zum Jahre 1891 bekleidete. Die Mehrzahl seiner Arbeiten befindet sich in Privatbesitz. Ein Aquarell von ihm, das Aatal, erschien in Farbendruck im Verlage von N. Kymmel, Riga.
Rigasche Ztg. 1885 Nº 13; 1887 Nº 96. — Dünaztg. 1891 Nº 189. — Inland 1854 S. 27; 1861 S. 785. — Rigasche Stadtbl. 1845 S. 312; 1855 S. 19; 1859 S. 143. — Zur Gesch. d. Gouvernementsgymnasiums in Riga S. 13.
Michelson, Nathanael. Holzschneider. Geb. 27. Oktober 1848 in Riga; gest. 1873 in Dresden durch Selbstmord, erlernte die Holzschneidekunst in Mitau und trat 1872 in die Dresdner Akad., wo er 1873 Schüler des Prof. Hugo Bürkner wurde.
Michelssen, M.... Holzschneider, arbeitete im Atelier des MalersLudwig v. Maydell. Er stellte 1842 zwei seiner Arbeiten in Riga aus.
Minckeldé, Karl Jakob Reinhold. Maler und Zeichner. Geb. 1. Juli 1790 in Goldingen; gest. 18. April 1858 in Hasenpoth in Kurland, trat 1812 in die Universität Dorpat, wo er bis 1815 als stud. phil. Schüler des KupferstechersC. A. Senff war. 1817–22 war er Zeichenlehrer an der St. Annenschule und an der Trinitatis-Töchterschule zu Mitau; von 1825–1848 Zeichenlehrer an der höheren Töchterschule daselbst. Von ihm: Kurländische Ansichten, lithogr. vonFr. Krause: Altschwangen, Amboten, Doblen (in zwei Ansichten), Ekau, Klein-Gramsden, Goldingen, Mitau, Remten, Schwethof, Tuckum, Windau, Zabeln, Zennhof, Hoff zum Berge, Mesothen, Elley, Talsen und Libau (Die ersten vier Blätter erschienen 1823 in Mitau).