Inland 1837 S. 170.
Miram, Lucie (s.Sänger, Lucie v. ).
Moeller, Otto Friedrich Theodor v. Historienmaler. Geb. 30. Mai 1812 in Kronstadt als Sohn des Marineministers Admiral O. v. M.; gest. in Petersburg 21. Juli 1874, wurde 1817 dem Marinekorps zugeteilt, trat 1829 als Fähnrich in das Semenowsche Garderegiment, avancierte zum Adjutanten des Kommandierenden des Gardekorps und benutzte seine freie Zeit zu Studien in der Kunstakad. 1830 machte er den polnischen Feldzug mit und malte nach seiner Rückkehr sein erstes grösseres Bild „die Schlacht bei Ostrolenko“, das vom Kaiser Nikolaus erworben wurde. 1835 nahm er seinen Abschied, trat in die Akad. und wurde Schüler des damals gefeierten Brülow. 1839 zog er nach Rom, wo er 1840 das seinen Ruf begründende Bild „der Kuss“ malte, wofür ihn die Akad., die ihm bereits 13. I. 1840 die gr. gold. Med. zuerkannt hatte, zum Akademiker ernannte und ausserdem noch durch ein besonderes Belobigungsschreiben auszeichnete. Bei einem zweiten Besuche Italiens, 1847, trat er in Rom zu Overbeck in nähere Beziehungen und unterwarf sich fast völlig dessen Einfluss. Für sein Bild „Johannes predigt auf Patmos den Bacchusdienern“ erhielt er 1857 den Professorrang, eine Geldbelohnung von 10,000 Rbl. und den Wladimirorden. 1856 erwarb er das Gut Sall auf der Insel Ösel, wo sich eine umfangreiche Sammlung seiner Bilder, Studien und Skizzen befindet. Von seinen Gemälden nennen wir: Alceste führt Herkules aus dem Schattenreich, 1835. — Familienporträt, 1837. — Portr. der Frau Murawjew und ihrer Kinder. — Der Kuss, 1840 in Rom gem. (Erworb. v. Kaiser Nikolaus I., gestoch. von Simon Sacharow, 1843). — Die Nixe, nach der Ballade v. Puschkin „der Eremit“, 1841. Vom Künstler dem akad. Mus. in Petersburg geschenkt. — Die Braut mit dem Ring. — Tatjana einen Brief an Onegin sendend, nach der Dichtung von Puschkin (Erworb. von der Kaiserin Alexandra). — Das für die kranke Mutter betende Kind (Erworb. von derselben). — Die drei Mädchen. — Johannes predigt auf Patmos den Bacchusdienern, 1855 in Rom vollend. (Im Museum Alexanders III in Petersburg). — Die Aussetzung Mosis 1862. — Die Vision des Alexander Newsky vor der Schlacht an der Newa. — Die Gesandtschaft des Papstes Innocenz an Alexander Newsky (Für die Erlöserkirche in Moskau). — Alexander Newsky in der Schlacht an der Newa gegen die Schweden, 1864/65 gem. für den Alexandersaal im Kreml zu Moskau. — Judith, gem. 1870. — Die Kreuzigung Christi. Altargem. für die Kirche zu Wendau in Livl., 1871 gem. — Die Kreuztragung, nach dem Karton v. Brülow gem. für die Isaakskirche in Petersburg. (Im Museum Alexanders III. in Petersburg).
W. Neumann, Balt. Maler u. Bildh. des 19. Jahrh. S. 59–61. — „Wanderungen durch Oesels Vergangenheit u. Gegenwart“ im Arensburger Wochenblatt 1876 Nº 76.
Moeller, Reinhold v. Maler. Geb. 30. März 1847 zu Sommerpahlen in Livl., studierte anfänglich an der Universität Dorpat, dann von 1867–70 in München Zoologie, wandte sich dann aber der Kunst zu. Er besuchte bis 1875 die Münchener Akad., wo er Schüler von Straehuber und Wagner war. Bis 1880 arbeitete er unter Prof. Baisch, unternahm dann grosse Reisen, die ihn nach Algier, Griechenland, Palästina, England und Holland führten und liess sich 1892 in Dorpat nieder. Von ihm: Landschaft mit Weiden bei Abendbeleuchtung. — Landschaft bei heranziehendem Gewitter. — Küste bei Dover. — Strand bei Katwyk, Holland. — Am Kanal, Motiv aus Holland. (Bes. Stadtgal. Riga). — Heringsschiffe in der Brandung. (Abb. im Universum XIII. und Daheim 1888). — Sturm am Strande von Mereküll in Estl. — Frühlingsmorgen am Chiemsee. — Sturm, Motiv bei Jaffa. — Die grosse Sphinx von Gizeh bei Kairo.
W. Neumann, Balt. Maler u. Bildh. d. 19. Jahrh. S. 159–161.
Mös, Miniaturmaler, lebte von 1770–1776 in Riga.
Rigasche Anzeigen 1777 v. 2. Januar S. 6.
Mohrenschildt, Hugo Oskar v. Maler. Geb. 8. Juli 1818 im Kirchspiel St. Matthäi, als Sohn des Kreisgerichtsassessors Gideon Reinhold von M.; gest. 24. Dezember 1899 in Rom, besuchte die Petersburger Akademie als freier Zuhörer und wurde 10. XI. 1860 für eine Landschaft „aus den Sabinerbergen“ zum freien Künstler ernannt. Er liess sich in Rom nieder.
Inland 1857 S. 19 und 315.