Müller, Jakob Benjamin. Theatermaler. Geb. 1719 in Dresden, war Schüler von J. B. Grone und bildete sich auf verschiedenen Reisen weiter. Er wurde nach Petersburg berufen und hier von Baron Vietinghof, dem Begründer des Rigaschen Theaters für Riga gewonnen, wo er nach kurzer Zeit starb. Von ihm einige Federzeichnungen in dem Album des J. J. Voss im städt. Museum zu Riga und in dem v. Offenbergschen Album im Mitauer Museum.

Müller, Johann Jakob. Porträt- und Miniaturmaler, lebte zu Ende des 18. Jahrh. in Riga (auf Klüversholm); er malte Porträts in Oel und Aquarell, gab Unterricht im Zeichnen und malte auch Miniaturen für Dosen, Bracelets usw.

Rigasche Anzeigen 1794 S. 213.

Müller, Karl Theodor. Architekt. Geb. 30. Dezember 1817 in Reval; gest. 14. November 1891 in Petersburg, wurde Schüler der Petersburger Akademie, erwarb sich die üblichen Schülermedaillen und wurde 1863 Akademiker.

Munck, Bartholomäus, Porträtmaler, wurde 1772 Meister des Rigaschen Maleramts und lebte noch zu Anfang des 19. Jahrh. in Riga. Von ihm: Das Portr. des Dr. Gottl. Schlegel, Rektors der Domschule zu Riga, gem. 1763. — Das Portr. des Dr. med. Ambrosius Bergmann, gem. 1767 (beide im Dom-Museum zu Riga). — Das Portr. des Grafen George Brown, gem. 1788; gestoch. v. Joh. Em. Mansfeld in Wien. — Das Portr. des Heinr. Berend v. Rautenfeld, gem. 1772. — Portr. der Katharina Hedw. v. Kryger, gem. 1775. — Portr. des Franz Wilh. Christ. v. der Recke auf Neuenburg und dessen Gemahlin (um 1805).

Murrer, Franziskus. Arzt und Ingenieur. Geb. 12. April 1609 zu Neumarkt in der Oberpfalz; gest. 1681 in Riga, studierte Medizin und schloss sich 1633 der Gesandtschaft an, die Herzog Friedrich III. von Holstein-Gottorp unter der Führung des Gelehrten Adam Olearius nach Persien schickte. 1640 kam er nach Riga, wo er anfänglich als Arzt lebte, später auf Zureden seines Schwiegervaters, des schwedischen General-Quartiermeisters v. Rodenberg, sich der Baukunst widmete. Eine Professur an der Dorpater Universität lehnte er ab, ebenso eine Berufung in den Staatsdienst nach Ingermannland, dagegen beschäftigte er sich mit dem Fortifikationswesen und übernahm 1649 auf Anerbieten des Rigaschen Rats das Amt eines Stadtingenieurs. Von ihm stammt der grossartige Entwurf zur Befestigung Rigas vom Jahre 1650. Das Original im Bes. des städtischen Feldmessamts.

Rigasche Ztg. 1879 Nº 32: Ein rigascher Stadtingenieur des 17. Jahrh. von Alex. Buchholtz. Darnach in W. Neumann, Das mittelalterliche Riga S. 9, Anm. 14.

N

Napiersky, Gottfried Jakob Ferdinand. Maler. Geb. 17. September 1790 in Riga; gest. daselbst 7. August 1828, besuchte die Akademien in Berlin und Dresden, machte die Befreiungskriege in der Hanseatischen Legion mit und kehrte 1814 nach Riga zurück. Von ihm: Bauernszenen (Aquar.). — Synagoge (Aquar.) Städt. Museum Riga. — Portr. des Kunsttischlers und HolzbildhauersAug. Gotth. Heubel und dessen Gattin. Miniaturen (Bes. Frau Julie Heubel, Dorpat).

Rigasche Stadtbl. 1815 S. 353 ff.