J. Mosel definiert die Musik als »die Kunst, bestimmte Empfindungen durch geregelte Töne auszudrücken«.

C. F. Michaelis: »Musik ist die Kunst des Ausdrucks von Empfindungen durch Modulation der Töne. Sie ist die Sprache der Affekte« usw. (Über den Geist der Tonkunst, 2. Versuch. 1800. S. 29.)

Marburg: »Der Zweck, den der Komponist sich in seiner Arbeit vorsetzen soll, ist, die Natur nachzuahmen … die Leidenschaften nach seinem Willen zu regen … die Bewegungen der Seele, die Neigungen des Herzens nach dem Leben zu schildern.« (Krit. Musikus, 1. Band. 1750. 40. Stück.)

W. Heinse: »Der Hauptendzweck der Musik ist die Nachahmung oder vielmehr Erregung von Leidenschaften.« (Musikal. Dialoge. 1805. S. 30.)

J. J. Engel: »Eine Sinfonie, eine Sonate usw. muß die Ausführung einer Leidenschaft, die aber in mannigfaltige Empfindungen ausbeugt, enthalten.« (Über musikal. Malerei. 1780. S. 29.)

J. Ph. Kirnberger: »Ein melodischer Satz (Thema) ist ein verständlicher Satz aus der Sprache der Empfindung, der einen empfindsamen Zuhörer die Gemütslage, die ihn hervorgebracht hat, fühlen läßt.« (Kunst des reinen Satzes, II. Teil, S. 152.)

Pierers Universallexikon (2. Auflage): »Musik ist die Kunst, durch schöne Töne Empfindungen und Seelenzustände auszudrücken. Sie steht höher als die Dichtkunst, welche nur (!) mit dem Verstande erkennbare Stimmungen darzustellen vermag, da die Musik ganz unerklärliche Empfindungen und Ahnungen ausdrückt.«

G. Schillings Universallexikon der Tonkunst bringt unter dem Artikel »Musik« die gleiche Erklärung.

Koch definiert die Musik als die »Kunst, ein angenehmes Spiel der Empfindungen durch Töne auszudrücken«. (Musik. Lexikon: »Musik«.)

A. André: »Musik ist die Kunst, Töne hervorzubringen, welche Empfindungen und Leidenschaften schildern, erregen und unterhalten.« (Lehrbuch der Tonkunst I.)