Fig. 534. Doldiger Blütenstand der Kirsche. Nach DUCHARTRE.
Fig. 535. Blütenrispe von Yucca filamentosa. Verkl. Nach A. F. W. SCHIMPER.
A. Die Hauptachse wächst stärker als die Seitensprosse.
I. Die Blütenstände können, wie die vegetativen Verzweigungen, Monopodien (vgl. [S. 110]) sein, so daß die Hauptachse dem Wachstum ihrer Seitenzweige stets überlegen bleibt (oder die Seitensprosse wachsen ebenso stark); solche razemösen Blütenstände treten in verschiedenen Formen auf (Schemata [Fig. 530]):
α) Seitenachsen unverzweigt.
1. Traube, gestielte Einzelblüten an der verlängerten Hauptachse, Schema 530 A. [Fig. 533].
2. Ähre, sitzende Einzelblüten an der verlängerten Hauptachse, Schema 530 B. [Fig. 531].
Ist die Achse fleischig verdickt, so heißt die Ähre Kolben wie bei den Araceen. Fällt die Ähre nach dem Verblühen (der Fruchtreife) als Ganzes ab, so heißt sie Kätzchen [Fig. 532].