Fig. 671. Diagramme von Caryophyllaceen. A Viscaria, Scheidewände im unteren Teile des Fruchtknotens vorhanden. B Silene, Scheidewände fehlen. Nach A. W. EICHLER.
Fig. 672. Agrostemma Githago. Blühender Zweig und Frucht. 1⁄2 nat. Größe. — Giftig.
Cerastium- und Stellaria-Arten gehören zu dem Frühjahrsschmuck unserer Fluren und Wälder mit ihren zierlichen weißen Blüten und gespaltenen Kronblättern. Dianthus-Arten, Nelken, sind an Wegrändern, sonnigen Hügeln, im Mittel- und Hochgebirge durch ihre leuchtenden Farben oder ihren Geruch auffallend. Als Ackerunkraut ist die filzig-behaarte Kornrade, Agrostemma Githago ([Fig. 672]), mit blauroten Blüten häufig, ihre Samen sind giftig. Saponaria officinalis, ein meterhohes Kraut mit gegenständigen breiten Blättern, ist saponinhaltig und darum giftig ([Fig. 670]).
Offizinell: Herba Herniariae (Pharm. austr.) von Herniaria glabra und H. hirsuta.
4. Familie Chenopodiaceae enthält Kräuter mit wechselständigen Blättern und typisch fünfzähligen Blüten mit einem Perigon- und Andröceumkreis: P5, A5, G(2–5). Die Staubblätter stehen vor den Perianthblättern, Reduktionen zu eingeschlechtigen Blüten sind nicht selten. Eine grundständige, kampylotrope Samenanlage ist im einfächerigen Fruchtknoten enthalten, der zu einer Nuß wird. Der Samen birgt einen gekrümmten Embryo, der das mehlige Perisperm rings umlagert.
Fig. 673. Diagramm der Primulaceen (Primula). Nach F. NOLL.