Fig. 754. Strophanthus hispidus. 1⁄2 nat. Gr. Nach E. GILG kombiniert mit MEYER und SCHUMANN. Fruchtknoten im Längsschnitt 10⁄1, Frucht ca. 1⁄7, Samen 1⁄3 nat. Gr. Nach SCHUMANN in ENGLER-PRANTL. — Offizinell.

Fig. 755. Asclepias curassavica. A Blüte, an Andröceum. Vergr. 4. B Kelch und Gynäceum, fn Fruchtknoten, k Klemmkörperchen. Vergr. 6. C Zwei Pollinien. Stärker vergr. Nach H. BAILLON.

Fig. 756. Vincetoxicum officinale. 1⁄2 nat. Gr. — Giftig. Nach H. SCHENCK.

Erythraea, Tausendgüldenkraut, Menyanthes, Bitterklee, Limnanthemum, eine westdeutsche Wasserpflanze mit Schwimmblättern, sind bekannte Gentianaceen.

Offizinell: Radix Gentianae (Pharm. germ., austr., helv.) von G. lutea, pannonica, punctata, purpurea, den größten Gentiana-Arten unserer Gebirge, Herba Centaurii (ibidem) von Erythraea Centaurium und Folia Trifolii fibrini (ibidem) von Menyanthes trifoliata.

Die 4. Familie der Apocynaceae, hauptsächlich in den Tropen verbreitet, umfaßt nur immergrüne Pflanzen mit Milchsaft. Die beiden Fruchtblätter sind unterwärts frei, oben hält der gemeinsame Griffel sie mit ringförmiger Narbe zusammen; so streben sie nach der Befruchtung auseinander und bilden zwei große Balgfrüchte mit zahlreichen, meist durch Besitz eines Haarschopfes ausgezeichneten Samen ([Fig. 754]).

Einheimisch ist nur Vinca minor, das kleine Immergrün der Wälder in West- und Süddeutschland ([Fig. 752]). Im Mittelmeergebiet heimisch, bei uns vielfach in Kultur, ist der giftige Oleander, Nerium Oleander ([Fig. 753]). Cerbera Odollam ([Fig. 590]), Schwimmfrucht der Mangrove, ist eine Apocynacee.